Vitamin H (wie Humor)

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Ein Religions- und ein Mathematiklehrer sind im Gespräch. Der Religionslehrer meint: "Die Schüler sind auch nicht mehr das, was sie mal waren! Unlängst habe ich nach den vier Evangelisten gefragt, dann bekomme ich Joseph und Pilatus genannt… Ist das nicht allerhand?" – "Reg` dich nicht auf", sagt der Mathematiker, "immerhin haben sie zwei gewusst!"


Ein Junge prahlt: "Mein Opa ist Pastor, alle sagen Hochwürden zu ihm." Ein anderer Junge daraufhin: "Mein Opa ist Kardinal, alle sagen Eminenz zu ihm." Da sagt Franz: Mein Opa wiegt 200 Kilo und wenn er auf die Straße geht, sagen alle: "Allmächtiger Gott."


Vor dem Gottesdienst in einer Kleinstadt wollte der berühmte Prediger noch einen Brief aufgeben und fragte einen Jungen nach dem Weg zum Postamt. Der Junge erklärte es ihm. Der Prediger bedankte sich und fügte hinzu: "Gehst du heute Abend in die Kirche? Da will ich euch allen erzählen, wie man in den Himmel kommt."
"Ich glaube kaum, dass ich komme", sagte der Junge. "Sie wissen ja nicht einmal, wie man zur Post kommt."


Eine Ordensschwester fährt mit dem Auto zu einer entlegenen Außenstation, um dort Hausbesuche zu machen. Da streikt auf freier Strecke der Motor. Die Schwester findet heraus, dass der Tank völlig leer ist. Zum Glück weiß sie, dass es im nächsten Dorf eine kleine Tankstelle gibt, und die Schwester eilt dorthin. "Verkaufen Sie mir etwas Benzin!" bittet sie den Tankwart. "Gern! Wenn Sie einen Kanister haben…", antwortet dieser. „Können Sie mir keinen borgen?" - "Tut mit leid, ich habe keinen hier." - "Haben Sie nicht irgendein anderes Gefäß, in das Sie mir etwas Benzin abfüllen können?" "Irgendeine Gefäß?... Höchstens – einen alten Nachttopf. Wenn Ihnen das nichts ausmacht."
"Überhaupt nicht! Geben Sie nur her!" Glücklich geht die Schwester mit dem gefüllten Gefäß zu ihrem Auto.
In dem Augenblick, als sie gerade beginnt, den  Kraftstoff in den Tank zu schütten, hält ein Lastauto. Der Fahrer beugt sich aus dem Fenster und betrachtet fasziniert das Geschehen. Als die Schwester fertig ist, bemerkt er bewundernd: "Ihren Glauben möchte ich haben, Schwester!"


Ein Konfirmand erzählt seinem Pfarrer, dass er selbst einmal Pfarrer werden möchte. "Dann wünsche ich Dir", sagt der Pfarrer, "dass du einmal ein redegewandter Prediger und ein einfühlsamer Seelsorger wirst." Darauf antwortet der Junge artig: "Danke gleichfalls."


Der Vater war beichten. Als er nach Hause kommt, ist sein kleiner Sohn frech zu ihm. Da sagt der Vater: "Was hast du Glück, dass ich im Stand der Gnade bin, aber warte, ich komme auch wieder heraus!"


Weihnachtsbäckerei. Es begegnen sich zwei Rosinen. Sagt die eine zur anderen: "Warum trägst du denn einen Sturzhelm?" "Ich komme heute noch in einen Stollen."


"Der Religionslehrer will die Kinder darauf aufmerksam machen, ein Abendgebet zu beten. Er fragt Fritz: "Fritz, was machst Du vor dem Schlafengehen?" "Ich putze mir die Zähne." "Sehr brav und was machst Du, Hans?" "Ich lese noch ein wenig im Bett", antwortet Hans. Der Lehrer merkt, dass er so nicht zum Ziel kommt und versucht es auf andere Weise. Er fragt Peter: "Peter, was machen deine Eltern vor dem Schlafengehen?" Darauf wird Peter rot und sagt: "Herr Lehrer, ich weiß es und Sie wissen es. Aber mal ehrlich, ist das eine Frage für die erste Klasse?"


Am Montagabend steht der Gabler Franz mit seinem Nachbarn am Gartenzaun und macht einen Plausch. "Nachbar Karl, bist du gestern nicht in der Kirche gewesen?" "Nein, Nachbar Franz. Ich hab einmal daheim geschlafen."


"Warum kommen Sie denn nicht mehr zu den Proben?" will der Kantor von einem langjährigen Mitglied des Kirchenchores wissen. Beleidigt erwidert der ältere Herr: "Letztens in der Christmette, konnte ich doch nicht mitsingen. Und da hat mich tatsächlich jemand gefragt, ob die Orgel repariert worden sei."


Ein Kapuzinerpater ist als Urlaubsvertretung in die Dorfgemeinde gekommen. Als er am Sonntag auf der Kanzel steht und predigt, fängt unten in einer Kirchenbank ein altes Mütterchen herzzerreißend an zu schluchzen. Der Pater fühlt sich angespornt und legt sich mächtig ins Zeug. Aber er möchte doch gern wissen, was an seiner Predigt so zu Herzen gegangen ist. Als er nach der Messe die alte Frau fragt, bekommt er zur Antwort: "Ach Herr Pater, gestern ist mir meine Ziege gestorben; und bei der Predigt, da hat Ihr Bart immer so auf und ab gewackelt. Wie ich das gesehen habe, da musste ich immer an meine liebe tote Ziege denken." 


Zwei bayerische Brüder unterhalten sich: "Ich habe eine Frau kennen gelernt. Wie möchten heiraten, allerdings ist sie evangelisch." Der Bruder ist empört: "Das tust du nicht! Da wird sich unser Vater im Grabe umdrehen." "Dann such' dir halt auch eine evangelische. Dann liegt der Papa wieder richtig herum."


Mutter Krause sollte dringend zu einem Verwandtenbesuch nach auswärts, weiß aber nicht, wo sie ihre drei Buben den Tag über lassen soll. Schließlich nehmen die Nachbarn die beiden ältesten und der Herr Pfarrer lädt den kleinen Peter zu sich ein. Vor dem Mittagessen sagt der Herr Pfarrer: "Heute soll unser kleiner Gast das Tischgebet sprechen." Peter ist stumm wie ein Fisch. Nun Peterchen, weißt Du kein Tischgebet?" Der Kleine schweigt. Der Herr Pfarrer will ihm helfen und fragt: "Was sagt denn deine Mutter, ehe ihr anfangt zu essen? Das weißt du doch sicher." Peter nickt. "Na also, dann falte schön die Hände und sag es uns." Peterchen mit fromm gefalteten Händen: "Bekleckert euch nicht, ihr Ferkel!"


Ein Schuster geht zum Pfarrer beichten. Dieser fragt am Schluss: "Sind das alle Sünden?" Sagt der Schuster: "Nein, das ist nur die Hälfte. Die andere Hälfte beichte ich drüben beim Kaplan, der lässt nämlich auch bei mir die Schuhe sohlen."


Der Pfarrer einer armen Gemeinde wird des Nachts wach und hört verdächtige Geräusche. Als er sich im Bett aufrichtet, ertönt aus dem Dunkel eine Stimme: "Keine Bewegung, sonst schieße ich!" Gelassen fragt der Pfarrer: "Was suchst Du mein Sohn?! "Geld", kommt es drohend zurück. "Hier bei mir? Da lass mich aufstehen und Licht machen. Bei der Suche will ich Dir gern helfen."


Ein Gauner und Taschendieb stiehlt dem Pfarrer die Uhr und geht anschließend beichten. Während der Beichte sagt der Gauner zum Pfarrer: "Herr Pfarrer, ich habe eine Uhr gestohlen, bitte nehmen Sie sie." Sagt der Pfarrer: "Nein, ich will sie nicht! Geben Sie sie dem Besitzer zurück." - "Aber der will sie nicht." - "Ja, dann dürfen Sie sie behalten."


In der Religionsstunde sagt der Lehrer: "Ich habe hier zwei Fragen. Wer die erste löst, braucht die zweite nicht zu beantworten: Wie viel Christen sind wohl seit Christi Geburt getauft worden?" - Stillschweigen in der Klasse - Endlich meldet sich Karli: "14 Milliarden und 316 Millionen!" "Wie kommst Du denn darauf?" "Das ist die zweite Frage und die brauche ich nicht zu beantworten!"


In einem nordbadischen Weindorf kommt der reiche Bachbauer zum Herrn Pastor. "Na, Bachbauer, was möchtest du denn?" "Herr Pfarrer, heiraten will ich." "So, heiraten. Wen willst du denn heiraten?" "Dem Blumenwirt seine Marie." "Da hast du dir aber ein liebes Mädel ausgesucht. Brav, net dumm, sauber, machst eine gute Partie." "Meine Hochzeit soll auch groß werden, in der Kirche ein Teppich bis vor die Tür, Oleanderbäume, und gesungen soll werden. Zahlen kann ich’s ja. Es ist nur ein kleiner Haken bei meiner Hochzeit." "Ein Haken?" fragt der Pfarrer. "Freilich ein ganz kleiner Haken: Die Marie will mich nicht."


"Deine Untaten sind bald nicht mehr zu ertragen, Karl", schimpfte der Kaplan in der Religionsstunde. "Wenn das so weitergeht mit dir, wird dein Vater bald graue Haare bekommen.!" "Hoffentlich", strahlte Karl, "das wird er sich freuen. Jetzt hat er eine Glatze!"


Der Pater kehrt freudestrahlend vom Fußballspiel ins Kloster zurück. "ich habe heute zwei Tore geschossen," berichtet er den Mitbrüdern. "Und wie ging das Spiel aus," fragen sie neugierig. "Eins zu eins!"


Mitbrüder unter sich. Auf der Kanzel predigt ein Domkapitular. Im Chorgestühl stößt ein Mitglied des Domkaptitels das andere an und flüstert: "Vorigen Sonntag hat er besser gepredigt!"  - "Aber da hat er doch überhaupt nicht gepredigt!" - "Eben drum!"


Zwei Pfarrer fachsimpeln. Da sagt der eine: "Am liebsten taufe ich Konvertiten." Verwundert fragt der Amtsbruder: "Wieso denn?" Da meint der erste: "Ein Konvertit im dunklen Anzug riecht halt nicht wie ein Christ in Windeln."


Fritzchen wurde im Religionsunterricht gefragt: "Welches sind die sichtbaren Zeichen des Abendmahles?" Fritzchen: "Brot und Wein!"  "Und welche bei der Taufe?", fragte der Pfarrer weiter. Darauf Fritzchen: "Kaffee und Kuchen!"


Ein Pastor geht spazieren, kommt durch ein Moor und weil er so gedankenverloren war, sinkt er ein und steht bis zur Hälfte im Morast. Zufällig kommt die Feuerwehr vorbei: "Herr Pastor, wir retten sie und holen Sie daraus!" Der Pastor: "Nein lasst das mal. Der Herr ist mein Hirte und wird mich schon retten. Geht nur wieder nach Hause." Eine Stunde später steht der Pastor bis zum Hals im Morast. Wieder kommt die Feuerwehr vorbei: "Jetzt wird es aber höchste Zeit, dass wir sie da herausholen. Wir werfen ihnen ein Seil zu und dann retten wir sie." Der Pastor wieder: "Nein, lasst das mal. Der Herr ist mein Hirte und wird mich schon retten. Geht nur wieder nach Hause." Kurze Zeit später kann der Pastor nur noch knapp atmen. Er steht bis zur Unterlippe im Morast. Aber es kommt wiederum die Feuerwehr vorbei: Allerhöchste Zeit, Herr Pastor. Wir holen sie jetzt heraus. Es eilt!" Der Pastor letztmals: Der Herr ist mein Hirte und wird mich schon retten. Geht nur wieder nach Hause." Blubb und der Pastor ist ganz im Morast versunken. Als er im Himmel ankommt, macht er dem Herrn schwere Vorwürfe: "Mein Leben lang war ich dir ein treuer Diener, habe dein Wort verkündet und Gutes getan und du lässt mich so im Stich und holst mich nicht aus dem Moor heraus. Da antwortete der Herr: "Mehr als dreimal die Feuerwehr schicken kann ich nicht."


Vor dem Gottesdienst in einer Kleinstadt wollte der berühmte Prediger noch einen Brief aufgeben und fragte einen Jungen nach dem Weg zum Postamt. Der Junge erklärte es ihm. Der Prediger bedankte sich und fügte hinzu: "Gehst Du heute Abend in die Kirche? Da will ich euch allen erzählen, wie man in den Himmel kommt." "Ich glaube kaum, dass ich komme", sagte der Junge. "Sie wissen ja nicht einmal, wie man zur Post kommt."


Soeben hat der Missionar wieder einen Eingeborenen bekehrt und schreitet nun zur Taufe: "Von heute an heißt du nicht mehr S, sondern David. Und denk' daran: Am Freitag darfst du kein Fleisch mehr essen, sondern nur Fisch!" Am nächsten Freitag ertappt der Missionar David, wie er einen Hammelbraten verschlingt. Zornig: "Hab' ich dir nicht gesagt, dass du am Freitag nur Fisch essen darfst?“ „Schon, aber ich habe diesen Hammel ins Wasser getaucht und hab' ihm gesagt: 'Von heute an heißt du nicht mehr Hammel, sondern Fisch."' 


"Papa, unser Mathelehrer ist vielleicht fromm!" - "Wie kommst Du darauf?" - "Als er meine Hausaufgaben gesehen hat, hat er die Hände gefaltet und gebetet: Mein Gott, o mein Gott!"


Im Religionsunterricht spricht der Kaplan davon, wie weise Gott alles eingerichtet hat und fordert dann die Kinder auf, dafür Beispiele zu nennen. Da meldet sich Ernst, dessen Vater Optiker ist, und sagt: "Brillen gibt es erst seit 700 Jahren, aber Gott hat den Menschen von Anfang an Ohren gegeben, damit die Brillen tragen können."


"Es tut mir leid, dass ich erst heute daran denke. Hier sind die zwanzig Mark, die ich vor einem halben Jahr von Ihnen geborgt habe!" - "Stecken Sie das Geld an den Hut. Ich habe keine Lust, wegen zwanzig Mark meine Meinung über Sie zu ändern."


Der Pfarrer hat sich alte Sachen angezogen und repariert den Zaun des Pfarrgrundstücks. Ein Junge bleibt stehen und sieht interessiert zu, wie der Pfarrer die Nägel mit wuchtigen Schlägen durch die Latten treibt. "Du möchtest wohl gern mitmachen?" beginnt nach einer Weile der Pfarrer das Gespräch. "Nee, nee!" sagt der Junge "ich bin nur neugierig, was ein Pfarrer sagt, wenn er sich auf den Daumen haut."


Für einen Prediger ist es deprimierend, wenn die Leute unter der Kanzel einschlafen, auch wenn sie zustimmend nicken. In Schifferstadt, der Rettichstadt, wurde der Pfarrer - statt Amen zu sagen - ärgerlich und sagte: "Do red' ich und red' ich - umsonst!" Da wachte einer auf und fragte laut: "Wo gibt's Rettich umsunnschd?"


Als der spätere Erzbischof von München und Freising, Kardinal Franz von Bettinger, noch Dompfarrer in Speyer war, musste er einmal einen Kranken versehen. Der hatte den Boden des Domes jahrzehntelang recht geschont und manches Glaubenswissen vergessen. - "Nun lieber Mann, jetzt muss ich Ihnen die Hl. Ölung spenden." Der Kranke darauf: "Ist mir schon recht, wenn's nur die Krankekass' bezahlt."


Jonas hat sich an der Hand verletzt. Seine Mutter tröstet ihn: "Der liebe Gott heilt das ganz schnell:" Da meint der kleine: "Muss ich rauf oder kommt er runter?"


Als Pfarrer von Reipoldskirchen machte Pfarrer Knittel seinen ersten Filialgang nach Nußbach. Im Wald gabelte sich der Weg. Ging es nach rechts oder links? Pfarrer Knittel hörte Axtschläge im Wald. Er wusste von Nußbach nur das eine, dass es dort viele Immesberger gibt. So rief er aufs Geratewohl in den Wald: "Immesberger,  Immesberger!" Die Axtschläge verstummten, eine Stimme rief: "Ja?" - "Immesberger kommen Sie einmal herauf!" Der Gerufene erschien und schaute verblüfft den Rufer an: "Sie Sind doch der neue Herr Pfarrer?" "Ja, der bin ich." - "Sie kennen mich doch gar nicht, wie konnten Sie wissen, dass ich im Wald bin?" - "Das habe ich mir gedacht." Eine geraume Zeit meinten die Nußbacher, dass es mit dem neuen Pfarrer etwas Besonderes sei.


In Obermoschel: Pfarrer Knittel hatte schon öfter beobachtet, dass ein Winzer am Abend in der blauen Schürze und mit einem Weinkrug in der Hand von einem Ende des Städtchens zum anderen und nach einer Weile wieder zurückging. Er fragte den Mann eines Tages, warum er jeden Abend diesen Weg mache. "Ja, ich habe am anderen Ende des Ortes einen Weinkeller, da holde ich mir jeden Tag meinen Abendschoppen." - "Sie haben aber doch im Haus einen eigenen Weinkeller, warum legen Sie Ihren Haustrunk nicht dort ein? Da könnten Sie sich doch den Weg sparen!" "Ja, Herr Pfarrer, wissen Sie: Ich kenn' mich." Pfarrer Knittel erzählte später gern davon und meinte: "Das war einer der wenigen wirklichen Philosophen, die ich in meinem Leben kennen gelernt habe."


Die kleine Regina geht an der Hand ihres Vaters über den Friedhof, um das Grab der Großmutter zu besuchen. Interessiert liest sie die Inschriften auf den Grabsteinen. Nach einer Weile fragt sie: "Papa, wo werden eigentlich die bösen Menschen begraben?"


Vor einem Bäckerladen steht ein kleiner Junge, pult aus einer Rosinenstolle die Rosinen heraus und lässt sie sich schmecken. "Mein Junge", sagt der vorbeikommende katholische Pfarrer, "du sollst nicht naschen!" "Erstens bin ich nicht Ihr Junge", wehrt sich der Kleine. "Zweitens: meine Mutter hat mir gesagt: Bringe eine Butterstolle. Und drittens geht Sie das überhaupt nichts an - ich bin nämlich evangelisch."


In der Kirche, in der mein Vater Pfarrer ist, wurde der zweite Choral im Gottesdienst immer für die Kinder ausgewählt, die danach noch in die Sonntagsschule gingen. Als mein Vater eines Sonntags keine kleinen Kirchgänger entdecken konnte, entschloss er sich spontan, den zweiten Choral auszutauschen. Er blätterte im Gesangbuch und verkündete: "Da heute keine Kinder anwesend sind, singen wir das Lied: 'Nun danket alle Gott!'"


Um die Sehenswürdigkeiten zu betrachten, betritt ein radikaler Zweifler mit einem Freund eine Kirche - und beugt beim Hineinkommen das Knie. "Ich denke, du glaubst nicht an Gott?" fragt der Freund. "Natürlich nicht", sagt der andere. "Aber weiß ich denn, ob ich recht habe?"


Unser Pfarrer gab am Ende des Gottesdienstes bekannt, dass die Eintrittskarten zu einer von der Pfarrei veranstalteten Geselligkeit fünf Euro kosten würden. Wer über 65 sei, brauche aber nur vier Euro zu zahlen. "Glauben Sie", hörte man da eine weibliche Stimme rufen, "dass ich Ihnen das für einen Euro verraten werde?"


Zwei Jungen prügeln sich nach dem Religionsunterricht auf dem Schulhof. Die neue Religionslehrerin sagt tadelnd zu dem Größeren: "Schäm' dich! Hast du schon wieder vergessen, was wir eben behandelt haben? Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!"  "Das ist ja gar nicht mein Nächster", erwidert dieser, "das ist mein Bruder!"


Ein Dogmatikprofessor macht regelmäßig bei seinem Freund, einem Dorfpfarrer, Urlaub. In den Sonntagsmessen, die er übernimmt, hält er jedes Mal lange, tiefschürfende Predigten. Einmal versucht er mit vielen gelehrten Argumenten den Dorfleuten zu beweisen, dass Jesus Christus im Tabernakel ganz gewiss gegenwärtig ist. Als der Pfarrer nach dieser Messe vor der Kirchentüre steht, hört er, wie ein Bauer zum anderen sagt: "I hab imma glaubt, dass der Heiland im Tabernakel is. Aber wann sie a Professor so plagn muaß,  um des zu beweisen - nachher glaub i's nimmer". Der Pfarrer beschließt, den Schaden zu beheben, den die Predigt seines Freundes offensichtlich angerichtet hat. Am nächsten Sonntag geht er selbst auf die Kanzel und stellt das seelische Gleichgewicht seiner Gemeinde wieder her. Kurz und bündig stellt er fest: "Meine Lieben, es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder ist der Heiland im Tabernakel, oder er ist nicht drin. Also ist er drin! Amen."


Zum Mittagessen gibt es Pfannkuchen für den fünfjährigen Kevin und den dreijährigen Ryan. Die beiden streiten sich, wer den ersten Pfannkuchen bekommt. Ihre Mutter versucht zu schlichten und erklärt: "Wenn jetzt Jesus hier säße, würde er sagen: 'Ich überlasse meinem Bruder den ersten Pfannkuchen." Kevin hat verstanden und sagt: "Also gut, Ryan, Du darfst Jesus sein."


"Woher hast Du das Geld für das Eis?" fragt die Mutter argwöhnisch. "Das hast Du mir doch für die Kirche mitgegeben", antwortet Franz treuherzig: "Aber dort hat der Eintritt nichts gekostet."


Nach einer Kirchenbesichtigung wird der Pfarrer gefragt: "Herr Pfarrer, ist denn die Kirche nicht zu klein für Blieskastel?" Schmunzelnd entgegnet der Pfarrer: "Wenn sie alle reingehen, dann gehen sie nicht alle rein. Wenn Sie aber nicht alle reingehen, dann gehen sie alle rein."


Zwei alte Pfarrer sitzen zusammen. "Nach so vielen Jahren Seelsorge", meint der eine, "muss ich doch zugeben, dass meine Pfarrkinder sehr wohl zwischen Gut und Böse unterscheiden können." - "Schon", meint der zweite, "aber nur bei anderen."


Der Kaplan erzählt im Religionsunterricht vom Propheten Jona. Er malt aus, wie der große Fisch Jona verschlang und Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Ungeheuers zubrachte. Die Kinder sitzen starr vor Staunen. "Kann sich jemand von Euch ein größeres Wunder vorstellen", fragt der Kaplan, der die Wirkung der Geschichte noch vertiefen möchte. "Ich, Herr Kaplan", meldet sich stürmisch ein Junge. - "Was?!" Der Kaplan ist verblüfft. "Na ja - wenn Jona den großen Fisch verschluckt hätte!"


Die Haushälterin kocht vorzüglich, aber immer bleibt etwas übrig. "Eine Sünde, so was Gutes fortzuwerfen", sagt sie sich jedes Mal und ißt die Reste auf. Und so wird sie runder und runder. Eines Tages jedoch verlangt sie energisch: "So geht das nicht weiter, Herr Pfarrer. Entweder kommt ein Schwein in den Stall oder ein Kaplan ins Haus!"


Vor Allerseelen geht ein Moselbauer zur Beichte. Vor der Lossprechung gibt ihm der Pfarrer auf: "Als Buße drei Litaneien." Als der Pfarrer zwei Stunden später aus der Kirche kommt, schwankt eben dieser Bauer sternhagelvoll die Straße entlang. "Schämst Du Dich denn dar nicht", redet er ihm ins Gewissen, "Dich gleich nach der Beichte so zu betrinken?" "Sie haben es mir doch aufgegeben", verteidigt sich der Bauer, "als Buße: drei Liter Neuen."


In der Religionsstunde fragt der Pfarrer: "Auf den meisten Bildern ist die Muttergottes mit dem Jesuskind dargestellt; nie ist der Vater dabei. Wer weiß, warum das so ist?" - Siegfried: "Wahrscheinlich hat der Vater geknipst."


Der Religionslehrer zum Pfarrer: "Heute haben die Kinder wenig gelernt. Stellen Sie sich vor, ich habe gefragt, wer die vier Evangelisten sind. Und ein Junge hat geantwortet: "Petrus und Paulus." Darauf der Pfarrer: "Seien Sie doch froh, dass er wenigstens zwei gewusst hat!"


"Du hast mir doch gesagt, dass Du Mitglied in einem gemischten Chor bist. Bei Eurem Konzert letzte Woche habe ich aber nur Männer gesehen!" "Das stimmt schon: Es sind nur Männer. Aber die einen können singen und die anderen nicht!"


Auf dem Kirchplatz ist eine Frau bei Glatteis auf den verlängerten Rücken gefallen. Der Pfarrer kommt zufällig vorbei, hilft ihr auf die Beine und scherzt: "Dafür müssen Sie demnächst aber meine Predigt loben." "Herr Pfarrer", meint die Frau, "ich bin zwar auf den Hintern gefallen, aber nicht auf den Kopf!"


Der Pfarrer geht in Pension. Ein Pfarrgemeinderat: "Was werden wir bloß ohne Sie machen?" Na, das ist doch nicht so schlimm", versucht der Pfarrer zu trösten. "Es kommt bald ein neuer Pfarrer, der ist bestimmt besser als ich!" Der Vorsitzende schaut ihn treuherzig und ganz traurig an: "Ja, das hat Ihr Vorgänger auch schon gesagt."


Am Buffet einer großen Veranstaltung treffen ein Rabbi und ein katholischer Bischof aufeinander. Nachdem der Bischof sich mit Schnitzeln und Braten eingedeckt hat, wendet er sich betont mitleidig an den Rabbi. "Mein lieber Bruder", sagt er mit einer gewissen Ironie in der Stimme, "wann werden Sie endlich von diesem köstlichen Schweinebraten kosten?" Der Rabbi überlegt einen Moment, bevor er antwortet: "Auf Ihrer Hochzeit, Hochwürden."


"Was ist eigentlich ein Heiligenschein?" will der dreijährige Oliver wissen. Sein Bruder Holger, 5 Jahre alt, klärt ihn auf: "Den braucht man, wenn man gestorben ist. Da steht nämlich Petrus an der Himmelspforte und sagt: "Wollen Sie hier rein? Dann zeigen Sie mal Ihren Heiligenschein vor."


Ein VIP kam zum Papst. Im Laufe der Audienz bat er: "Heiliger Vater, ich habe den sehnlichsten Wunsch, heiliggesprochen zu werden. Bei meinen Verdiensten - könnten Sie das nicht bewerkstelligen?" "Aber wo denken Sie den hin?" war der Papst schockiert. "Außerdem, heiliggesprochen werden nur Tote!" "Heiliger Vater, ich war doch schon so gut wie tot. Nach einem Unfall - scheintot!" "Wunderbar" entgegnete der Papst, "dann kann ich Sie ja scheinheilig sprechen!"


Ein Monsignore sucht einen Arzt auf und klagt über seine ständigen Kopfschmerzen. "Monsignore Sie essen wohl zuviel und zu gut?" "Aber nein. Ich halte sogar Diät." "Dann sind Sie ein starker Raucher?" "Im Gegenteil, ich habe noch nie eine Zigarette angefasst, mein ganzes Leben lang." "Gehen Sie vielleicht zu spät schlafen?" "Auch das nicht; mein Tageslauf ist genau geregelt." Da kam ein Wanderer des Weges und meinte: "Dann gibt es nur eine Erklärung: Ihr Heiligenschein drückt Sie."


Es klingelt an einer Haustür, es tönt aus der Gegensprechanlage: "Engelchen, bist Du es?" Der Pfarrer antwortet: "Nein, aber ich bin von derselben Firma!"


Ein Pfarrer erhält von seinem Hausarzt den Rat, er solle doch öfter in die Sauna gehen, damit er seine ständigen Erkältungen besser in den Griff bekomme. Nach dem ersten Saunagang ist der Mann ganz begeistert und bedankt sich beim Saunapersonal: "Übermorgen komme ich bestimmt auch wieder!" Da meint der Saunabesitzer: "Sehr gerne, ich will Ihnen nur sagen, übermorgen haben wir gemischte Sauna!" Doch den Pfarrer stört das nicht: "Ach wissen Sie, die paar Evangelischen machen mir nichts aus...".


Am Fest Christi Himmelfahrt begegnet der Pfarrer beim Kirchgang dem Bauer Huber, der am hohen Feiertag mit seinem Traktor aufs Feld fährt. Entrüstet ruft der Pfarrer ihm zu: "Hallo, Huber-Bauer! Heut ist doch Himmelfahrt!" - Aber der Bauer Huber gibt seelenruhig zur Antwort: "Ich fahr net mit..."


Nach dem Gottesdienst wandte sich der Pfarrer der Kirchengemeinde an die Versammlung und sagte: "Ich habe eine gute und zwei schlechte Nachrichten für Sie. Die eine schlechte Nachricht ist, dass wir ein neues Kirchendach brauchen, das nicht billig wird. Die gute Nachricht ist, dass wir das Geld schon haben. Die zweite schlechte Nachricht ist, dass sich das Geld noch in ihren Taschen befindet."


Unser Pfarrer pflegt seine Predigt vom Manuskript abzulesen, das er vor der Messe auf den Ambo legt. Nach dem Evangelium liest er dann vor: "Und Adam sprach zu Eva..", da blättert er weiter und findet das nächste Blatt nicht und wiederholt um Zeit zu gewinnen: "Und Adam sprach zu Eva..." Schließlich fügt er über den Lautsprecher bis in die letzte Bank hörbar hinzu: "...da fehlt doch ein Blatt!"


Auf wunderbare Art und Weise werden ein Franziskaner, ein Dominikaner und ein Jesuit in die Zeit von Christi Geburt versetzt. Die drei kommen in Bethlehem am Stall an, der Franziskaner betritt den Stall, sieht das Kind und fällt vor Ehrfurcht     auf die Knie. Er beginnt ein langes Lobgebet und preist Gott für die Menschwerdung seines Sohnes. Der Dominikaner kommt ebenfalls herein, sieht das Neugeborene, geht ebenfalls voller Ehrfurcht in die Knie und singt Lobeshymnen auf Gott. Der Jesuit kommt als Letzter in den Stall, blickt sich um, sieht die Mutter Gottes, das Jesuskind und den heiligen Josef, geht auf diesen zu, schüttelt ihm die Hand und begrüßt ihn mit den Worten: "Hast du dir schon Gedanken um eine gute Schule für den Jungen gemacht?"


Ein frommer Mensch spricht im Gebet mit dem lieben Gott: "Sag mal, stimmt es, dass für dich eine Million Jahre soviel sind wie eine Minute?" - "Ja, das stimmt!" "Und stimmt es auch, dass für dich eine Million Euro soviel sind wie ein Cent?" - "Es ist so!" "Ach lieber Gott, dann schenk mir doch mal einen Cent!" "Gern, warte mal'ne Minute...."


Zwei ehemalige Schulkameraden, die sich noch nie gut leiden konnten, treffen sich auf dem Bahnsteig. Der eine, inzwischen General, schlank und rank, der andere, jetzt Kardinal, wohlbeleibt und in seinem Kardinalshabit. Der Kardinal ärgert sich über den umher stolzierenden General und fragt ihn scheinheilig: "Sagen Sie, Herr Schaffner, wann geht der nächste Zug nach Paris?" Der, nicht faul und die Situation sofort erkennend, antwortet: "Der nächste Zug nach Paris geht um 17 Uhr. Aber wissen Sie, gnädige Frau, in Ihrem Zustand sollte man nicht mehr nach Paris fahren!"


"Ja, lieber Gott", betet jemand, "bis jetzt habe ich mich heute sehr gut aufgeführt. Ich habe über niemand getratscht und habe immer die Fassung bewahrt. Ich war zu keinem Menschen grob oder gemein, ich war absolut nicht egoistisch. Da bin ich wirklich froh. Aber in ein paar Minuten, Gott, brauche ich wirklich deine Hilfe, weil dann stehe ich auf und mache Frühstück..."


Am Eingang zum Dom ließ ein cleverer Dompfarrer das folgende Schild anbringen: "Der Dompfarrer heißt alle Touristen und Gäste herzlich willkommen. Er möchte aber darauf hinweisen, dass in der Kirche keine Gelegenheit zum Schwimmen gegeben ist. Daher ist es völlig zwecklos, die Kathedrale in Strandkleidung zu betreten."


Der Papst betet fleißig, um die Absichten seines obersten Dienstherrn zu erfahren. Oh Herr, gib mir ein Zeichen! Wird es einmal Priester geben, die heiraten dürfen? Eine Stimme von oben gibt die Antwort: Solange du Papst bist, nicht. - Oh Herr, gib mir noch ein Zeichen. Wird es einmal Frauen als Priester geben? - Die Antwort: Solange du Papst bist, nicht. - Herr, gib mir nur noch ein Zeichen. Wird es noch einmal einen polnischen Papst geben? - Solange ich Gott bin, nicht.


Der alte Schlappenbauer aus Hinterbollenbach, Ortsteil Niederhauferstetten, hat in einem Preisausschreiben der Kirchenzeitung den ersten Preis gewonnen, eine Reise zum Heiligen Vater nach Rom. Früh morgens zieht er seinen besten Anzug an, geht zum Nachbarn, der bringt ihn mit dem Traktor zum Taleingang, wo schon das Milchauto auf ihn wartet. In Hinterbollenbach steigt er in den Bus, der ihn zur Bahn bringt. Dann steigt er um in den Euro City, der ihn direkt nach Rom bringt. Wieder zu Hause angekommen fragen in die Freunde, wie es ihm denn wohl in Rom gefallen habe. - "Mei schee is' scho, dös Rom, aber arg abg'legn halt!"


Ein Rabbi möchte gerne wissen, für welchen Beruf sich sein Sohn entscheiden wird. Er stellt eine Flasche Wein auf den Tisch und legt daneben ein Altes Testament und ein paar Geldscheine. "Wenn er den Wein nimmt, wird er Künstler, wenn er sich für die Bibel entscheidet, wird er Rabbi, greift er zum Geld, wird er Kaufmann", denkt er sich und versteckt sich hinter dem Vorhang. Sein Sohn kommt nach Hause, sieht Wein, Bibel und Geld, steckt alles heimlich ein und verschwindet. Erschreckt ruft der Rabbi: "Jetzt wird er katholischer Priester!"


Ein katholischer Priester, ein evangelischer Pfarrer und ein jüdischer Rabbiner sitzen beisammen. Der Katholik sagt: "Ganz klar, das Leben beginnt mit der Zeugung. Sobald das Ei befruchtet ist, spricht man vom Leben." Der Pastor sagt milde: "Na, das ist wohl doch zu früh. Ich sehe den Beginn des Lebens auch vor der Geburt, doch so früh.." Sie fangen an zu streiten, ganz heftig. Schließlich fragen sie den Rabbi, der recht unbeteiligt daneben sitzt, wann nach seiner Auffassung das Leben beginnt. Der Rabbi: "Das Leben beginnt, wenn die Kinder aus dem Haus sind und der Hund tot ist."


Der kleine Knirps beichtet zum dritten Mal in seinem Leben. Als letzte Sünde bekennt er noch: "Ich habe den  Kindersegen verhütet", worauf der Pfarrer sehr verwundert doch einmal nachfragen muss: "Was meinst du denn damit?" Und der Junge antwortet: "wenn die Mutti mich nachts ins Bett bringt, macht sie mir immer ein Kreuzzeichen auf die Stirn. Aber einmal habe ich dazu keine Lust gehabt. Da habe ich die Decke über den Kopf gezogen und getan, als ob ich schlafe."


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Stand:  20.11.2011         © HHB