Fahrt der kfd Blieskastel-Mitte zum Stammsitz derer von der
Leyen
Die kfd rief – und alle
kamen – aus dem ganzen Bliesgau setzte sich die Reisegesellschaft zusammen,
die in der Frühe des 20. Juni 2005 auf Einladung der Baronin Maria Adelheid
von Freyberg und ihres Gatten Blieskastel in Richtung Süden verließ.
Nach der Einstimmung von Pfarrer Kast mit Morgenlied und Psalm und der
Begrüßung durch die 1. Vorsitzende Frau Ingrid Mathieu ging es in flotter
Fahrt auf der Autobahn bis Scheppach, wo die Gesellschaft im "Best-Hotel
Mindeltal" ihre Zimmer in Empfang nehmen konnte. Das modern und großzügig
eingerichtete Haus sollte uns in den nächsten zwei Tagen beherbergen. Das
gesamte Programm, welches uns erwartete, hatte die Baronin und ihre Familie
gestaltet und organisiert.
Wie üblich, wenn die Frauengemeinschaft unterwegs ist, herrschte das
schönste Sommerwetter und die Sonne strahlte vom Himmel als wir in Günzburg
den liebevoll sanierten Stadtkern und die von Dominikus Zimmermann
ausgestaltete Frauenkirche von einem kompetenten Stadtführer gezeigt
bekamen. Nach so viel Kultur fuhren wir zum "Insel-Picknick" am Schloß
Knöringen. Zwei junge Köche verwöhnten die Gesellschaft, die dank des
ausgezeichneten Wetters nicht im Zelt, sondern im Park zwanglos Platz nahm
und in herrlicher Umgebung einen schönen Abend verbrachte. Als Pfarrer Kast
seine Gitarre auspackte, sangen alle die schönen alten Volkslieder mit. Nach
Überreichung der Gastgeschenke ging es spät ins Hotel zurück; aber nach dem
reichhaltigen Frühstücksbuffet am nächsten Morgen war man zu neuen Taten
bereit.
In der schönen, alten Stadt Landsberg am Lech erwartete uns als Stadtführer
ein "Käpt'n a. D.", der seine Ausführungen über die Geschichte Landsbergs
mit humorvollem Seemanngarn würzte. Zu unseren Gastgebern hatte sich
Prinzessin Elisabeth von der Leyen, die Schwiegertochter gesellt, die bei
der Führung durch das Landsberger Rathaus auch sicher manches Neue erfuhr.
Auf Einladung von Prinz Philipp und Gattin fuhr man zum Mittagsessen zu
deren Stammsitz Schloß Waal. Nach der herzlichen Begrüßung durch den Prinzen
nahmen wir auf der Terrasse des Schlosses Platz, wo uns der dortige Pfarrer
und als Überraschung der Vorstand der Waaler Frauengemeinschaft begrüßte. Im
angeregten Gespräch stellte sich heraus, daß sich die Aktivitäten und z. B.
die Nachwuchsprobleme sehr ähnelten. Waal ist ein kleiner Marktflecken im
Ostallgäu mit ca. 2000 Einwohnern, aber das Besondere daran ist, daß es ein
Theaterdorf ist mit einem großen Festspielhaus, wo seit 1791 Passionsspiele
und Stücke mit christlicher Thematik aufgeführt werden. Nach einer
Ortsbesichtigung wartete noch ein Programmpunkt. Es ging weiter nach
Roggenburg – einer Prämonstratenserkirche - erbaut 1752. Neben der
herrlichen Kirche beeindruckten besonders das restaurierte Refektorium und
die Bibliothek des Klosters, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1126 zurückgehen.
Auf Wunsch der Baronin fuhren wir nun zu ihrem Wohnsitz in Haldenwang, wo
Pfarrer Kast auf der Terrasse des Hauses mit Blick in einen herrlichen
Rosengarten einen Gottesdienst zelebrierte. Als schöne Geste empfand ich,
daß ein Portrait der Marianne von der Leyen, die ja der eigentliche Anlaß zu
diesem Besuch gewesen war, aufgestellt wurde. Dieser Dankgottesdienst wird
allen Beteiligten als Höhepunkt in Erinnerung bleiben. Abends im Hotel
bildete ein reichhaltiges, rustikales, bayerisches Buffet den Abschluß des
ereignisreichen Tages.
Am anderen Morgen hieß es Koffer packen und Abschied nehmen; doch noch stand
die alte Reichstadt Ulm mit ihrem Münster, dem Fischer- und Gerberviertel
und seiner wechselvollen Geschichte auf dem Programm. Die Sonne meinte es
wieder gut – fast zu gut – und nachdem wir alles Wissenswerte über Ulm
erfahren hatten, freute man sich, als im klimatisierten Bus die Heimreise
begann.
Nach nur einem Stau auf der Autobahn bei Stuttgart
erreichte man wohlbehalten Blieskastel, die Stadt der Marianne von der Leyen
nach dem Ausflug zu ihren Nachkommen. Ein Nachtreffen mit einer Diashow des
bekannten Fotografen Herbert Bölke ist im August
geplant. |